Interessengemeinschaft der Anleger und Gläubiger der Infinus-Gruppe e.V. – gemeinnützige Verbraucherorganisation

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Weiterer Erfolge für Beklagte. Die Landgerichte Frankfurt/Main und Dessau-Roßlau wiesen die jeweilige Klage des Insolvenzverwalters RA Scheffler wegen der Rückforderung von Scheingewinnen ab.

Sie haben eine Klage vom Insolvenzverwalter der Future Business KGaA erhalten? Empfehlungen zum möglichen Vorgehen im internen Bereich „Future Business KGaA“

Sie haben eine Klage vom Insolvenzverwalter des Infinus FDI erhalten? Empfehlungen zum möglichen Vorgehen im internen Bereich „FDI“

Sie haben eine Klage oder einen Vergleichsvorschlag vom Insolvenzverwalter der Prosavus AG erhalten? Empfehlungen zum möglichen Vorgehen im internen Bereich „Prosavus AG“

Strafprozess: Alle sechs Angeklagten fechten das Urteil an, somit geht das Verfahren in die Berufungsinstanz, welche hier der Bundesgerichtshof sein dürfte.

Zum Ausgang des Strafprozesses vor dem Landgericht Dresden am 09.07.2018 ein zusammenfassendes ntv-Interview:

Interview zum Infinus-Urteil“Eine Niederlage für den Rechtsstaat“

Nach drei langen Prozessjahren hat die Staatsanwaltschaft in Dresden den umstrittenen Anlegerprozess gegen fünf ehemalige Manager des Finanzdienstleisters Infinus gewonnen. Für den Sachverständigen und Anwalt Lambertus Fuhrmann gibt es keinen Grund zu triumphieren: „Die Justiz ist übers Ziel hinausgeschossen“, sagt er n-tv.de. Die Kollateralschäden für die Anleger seien „unverhältnismäßig und vermeidbar“ gewesen. „So ahndet man nicht Anlegerbetrug.“

n-tv.de: Sie waren im Strafprozess Sachverständiger des Hauptbeschuldigten Jörg Biehl. Haben Sie dieses Urteil erwartet?

Lambertus Fuhrmann: Ich hatte schon im Mai 2018, als ich in dem Strafprozess ausgesagt habe, den Eindruck, der Vorsitzende hätte seinen Urteilsspruch im Kopf bereits geschrieben. Was sich in der Verhandlung während meiner Anhörung abspielte, war eine Farce.

In ihren Augen ist es also kein Sieg für den Anlegerschutz und für den Finanzplatz Deutschland?

Infinus ist kein sehr glücklicher Fall für den Finanzplatz Deutschland, weil die Anklage und die Verurteilung meines Wissens nach im Wesentlichen auf einem Gutachten nebst mehreren Ergänzungsgutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte fußen, die in mehrfacher Hinsicht fehlerhaft sind. Erstens wurden bei der Frage, ob das Infinus-Geschäftsmodell tragfähig sei, Aufwandspositionen – nämlich Zinsen für Genussrechte und ertragsabhängige Steuern – berücksichtigt, die eigentlich nur dann entstehen, wenn überhaupt Gewinne erzielt werden. Die Gutachter haben indessen eine dauerhafte Verlustsituation bei Infinus unterstellt, so dass diese beiden Positionen also gar nicht hätten berücksichtigt werden dürfen. Diese zu Unrecht berücksichtigten Positionen machen in dem Gutachten knapp 50 Prozent der gesamten unterstellten Unterdeckung aus. Zweitens setzt sich das Gutachten überhaupt nicht mit der Frage auseinander, ob die Geschäftsführung von Infinus damals – zur Zeit der Razzia – vielleicht einen Turnaround schaffen wollte. Vielleicht wollte sie ja die eingeworbenen Anlegergelder gewinnbringender anlegen und Genussrechte und andere Papiere mit einer geringeren Verzinsung herausbringen, als bis dahin geschehen. Diese zwei Fehler machen das Gutachten aus unserer Sicht unbrauchbar. Ich sehe das Eingreifen der Justiz im November 2013 deshalb extrem kritisch an.

Das Timing hat in diesem Prozess eine sehr große Rolle gespielt. Viele geschädigte Anleger werfen der Staatsanwaltschaft Übereifer vor. Warum?

Die Justiz ist völlig übers Ziel hinausgeschossen. Wenn die Staatsanwaltschaft Zweifel an der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells hatte, dann hätte sie die Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin einschalten müssen. Die Finanzaufseher hätten reagieren und zum Beispiel einen kommissarischen Geschäftsleiter einsetzen müssen, der das Unternehmen nach entsprechender Prüfung gegebenenfalls geordnet abgewickelt hätte. Das ist etwas ganz anderes als ein Insolvenzverfahren, zu dem es dann ja unmittelbar nach dem Eingreifen der Staatsanwaltschaft gekommen ist. Mutmaßlichen Anlegerbetrug kann man nicht dadurch ahnden, dass man Anlegergelder vernichtet und Unternehmen in den Ruin treibt. Gegenbeispiel: Die Deutsche Bank stand einmal unter dem Verdacht, mit Emissionszertifikaten Schindluder getrieben zu haben. Daraufhin gab es Durchsuchungen und Festnahmen. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb aber nicht die ganze Deutsche Bank stillgelegt. Sie hätte auch hier die Infinus-Gruppe durchsuchen, Prüfer hinschicken oder einzelne Personen bei Fluchtgefahr festnehmen können. Sie musste doch aber nicht die ganze Firma zerschlagen.

Neben dem Strafprozess gibt es noch Hunderte zivilrechtlicher Verfahren von Geschädigten. Worin unterscheiden sich die Verfahren?

Die Stoßrichtungen dieser Zivilverfahren sind andere. Im Strafverfahren wird versucht, den Angeklagten den Vorwurf des Prospektbetrugs nachzuweisen. Es wird angenommen, dass sie im Anlegerprospekt Renditen und Dinge versprochen haben, die nicht einzuhalten waren. Im Zivilprozess dagegen sagen die Insolvenzverwalter, die Jahresabschlüsse 2009 bis 2012 seien nicht korrekt gewesen. Weil die Unternehmensgruppe aus Sicht der Insolvenzverwalter Verluste schrieb, betrachten sie die ausgeschütteten Gewinne als „Scheingewinne“ – und fordern diese von den Anlegern zurück.

Ist das gerechtfertigt?

Nein, diese Gewinne müssen nicht zurückgezahlt werden. Erstens sind die zugrundeliegenden Jahresabschlüsse – wie bereits erwähnt – aus unserer Sich nicht nichtig. Zweitens wusste der Vorstand damals nicht, dass die Jahresabschlüsse hätten nichtig sein können, immerhin waren sie von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und uneingeschränkt testiert. Beides sind aber Voraussetzungen des Bundesgerichtshofs, damit ein Insolvenzverwalter Scheingewinne zurückfordern kann.

Die Insolvenzverwalter arbeiten also nicht korrekt?

Wir halten die Vorgehensweise für hochgradig problematisch. Aus zwei Gründen: Erstens wird Geld zurückgeholt, das anschließend wieder an dieselben Personen – in Form höherer Insolvenzquoten – verteilt werden muss. Zweitens darf ein Insolvenzverwalter nur dann klagen, wenn überwiegend Erfolgsaussichten bestehen. Der Insolvenzverwalter hätte sich mit drei oder vier Anfechtungsschuldnern darauf verständigen müssen, Musterverfahren zu führen. Hätte er diese Musterverfahren gewonnen, wäre es vertretbar gewesen, diese Massenklagen – ich glaube, es sind über 5000 – zu erheben. So wie es jetzt geschieht, ist es indessen schlichtweg unvertretbar. Zumal schon sehr viele Landgerichte quer durch die Republik gesagt haben, dass sie diese Klagen für unbegründet halten.

Ein Sparer hat berichtet, er müsse rund 6000 Euro an einen Insolvenzverwalter zurückzahlen. Als er diesen wissen ließ, dass er das Betrag nicht habe, erhielt er angeblich die Antwort, die Hälfte des Geldes genüge. Wie ist das zu verstehen?

Das Angebot ist völlig unlogisch. Ein Vergleichsangebot macht dort Sinn, wo über eine Schadenshöhe gestritten wird. Wenn es zum Beispiel auf einer Straßenkreuzung zu einem Auffahrunfall kommt und man nicht weiß, ob das Auto schon vorher Beulen hatte. Dann streitet man sich über die tatsächliche Schadenshöhe und die Parteien treffen sich irgendwo in der Mitte. Im Fall von Infinus liegt der Fall aber anders: Entweder der Anfechtungsschuldner muss zurückzahlen oder er muss es nicht. Sich jetzt in der Mitte zu treffen, macht keinen Sinn. Es ist auch es ein starkes Indiz dafür, dass der Insolvenzverwalter seinen Anfechtungsklagen 50 Prozent oder weniger an Erfolgsaussichten einräumt. Und das wiederum bedeuteteine „rote Flagge“, denn der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Insolvenzverwalter gar nicht klagen darf, wenn die Erfolgsaussichten unter 50 Prozent sind. Auch die mangelnde Zahlungsfähigkeit eines Anlegers spricht gegen einen Prozess.

Was bedeutet das für den Rechtsstaat und für das Bemühen um besseren Anlegerschutz?

Es ist eine Niederlage für den Finanzplatz Deutschland und für den Rechtsstaat. Ob im konkreten Fall den Anlegern damals nicht wirklich viel zu weit gehende Versprechungen gemacht wurden, bzw. ob die Verurteilung wegen Betrugs zurecht erfolgte, dazu möchte ich nichts sagen, weil es nicht Gegenstand unseres Prüfungsauftrags war. Aber die Kollateralschäden, die durch die Strafverfolgung verursacht wurden, halte ich für völlig unverhältnismäßig. Und ich halte sie auch für vermeidbar. Ich bin sicher, dass man durch einen geordneten Rückzug – wenn er erforderlich gewesen wäre – eine Rückzahlungsquote für die Anleger von 80 bis 90 Prozent hätte erzielen können. So wird es am Ende 20 Prozent sein. Der Rest wird gerade von den Insolvenzverwaltern verprozessiert und zum Fenster rausgeworfen.

Ihr Rat an die betroffenen Anleger?

Auf keinen Fall irgendwelche Vergleiche mit den Insolvenzverwaltern eingehen, sondern sich verklagen lassen. Die Erfolgsaussichten sind gut.

Mit Lambertus Fuhrmann sprach Diana Dittmer

Quelle: n-tv.de

Erste Abschlagszahlung Future Business KGaA – die Gläubiger sollten nicht damit rechnen, dass die vom Insolvenzverwalter Dr. Kübler für das Ende des zweiten Quartals 2018 vorgesehene erste Abschlagszahlung zu diesem Zeitpunkt auf ihrem Konto sein wird. Dieser Termin wurde seitens des Insolvenzverwalters als vorgesehener Zeitpunkt für die Überweisung an die 16 Gemeinsamen Vertreter dargestellt. Die Zahlung wird durch den Insolvenzverwalter wahrscheinlich erst mit etwas zeitlicher Verzögerung durchgeführt werden, da noch nicht alle notwendigen Verfahrensregularien endgültig  geregelt sind. Bitte sehen Sie von Anfragen an die Gemeinsamen Vertreter ab, hierdurch wird der Auszahlungstermin weiter unnötig verzögert. Urkunden können auch nach dem 30.06.2018 problemlos übermittelt werden, hierdurch entsteht Ihnen kein Nachteil. Es gibt keine Annahmefrist.

Handlungsempfehlung zur Rückforderung von Gewinnausschüttungen von Genussrechten der FuBus KGaA

Wichtige Informationen hierzu im internen Bereich unter der Rubrik „Future Business KGaA“ – aktualisiert 25.06.2018

Erster Erfolg vor Gericht gegen den Insolvenzverwalter RA Scheffler in einem Verfahren wegen der Rückforderung von Ausschüttungen aus Genussrechten der Prosavus AG. Die Klage wurde abgewiesen.

Lösung zum gesicherten Versand von Orderschuldverschreibungsurkunden unter „Wichtiges“ und „Future Business KGaA“

WARNUNG vor Schreiben der BKR Rechtsanwälte alias „Zentrale Verbraucherhilfe“ aus Jena!

Aktuell versendet die Kanzlei BKR Schreiben, momentan über die sogenannte „Zentrale Verbraucherhilfe“ in Apolda, welche sich den Namen „Interessengemeinschaft Infinus“ zu eigen macht, um für Mandate im Zuge der angekündigten Abschlagszahlung für Orderschuldverschreibungen der Future Busines KGaA zu werben.

DIES IST VÖLLIG UNNÖTIG UND NUR MIT KOSTEN VERBUNDEN!

Die Auszahlungsmodalitäten sind bereits geregelt und hierzu benötigen Sie keine anwaltschaftliche Unterstützung, für welche Ihnen zusätzliche Kosten durch die Kanzlei BKR berechnet werden. 

REAGIEREN SIE NICHT AUF DIESE PRIMITIVE MANDATSFANGMASCHE!

Beitrag über den „Fall Infinus“ am 23.05.2018 in „PlusMinus“ der ARD.

Link zur Sendung:  http://mediathek.daserste.de/Plusminus/Teure-Insolvenzverwalter-Anleger-sollen/Video?bcastId=432744&documentId=52640978

Beitrag über den „Fall Infinus“ am 08.05.2018 in der „Umschau“ des MDR.

Link zur Sendung:   Sendung „Umschau“ des MDR         (Beitrag ab Min. 22:32)

Future Business KGaA: Insolvenzverwalter kündigt offiziell Abschlagsverteilung in Höhe von 5,96% für Orderschuldverschreibungen Mitte des Jahres 2018 an.

Unsere Pressemitteilung vom 25.03.2018 veröffentlichen wir im Mitgliederbereich.

Sollten Sie eine Klageschrift seitens eines Gerichtes mit einer Forderung des Insolvenzverwalters der Prosavus AG erhalten, kontaktieren Sie uns bitte SOFORT! Versäumte Fristen sind nicht heilbar!

Rückforderung von Gewinnausschüttungen von Genussrechten der Prosavus AG

Wichtige Informationen hierzu im internen Bereich unter der Rubrik „Prosavus AG“ – aktualisiert 16.02.2018

WARNUNG! Der AGORA Verbraucherschutz Verein wirbt mit angeblich „positiven Entwicklungen“ für eine Beauftragung seiner Vereinsanwälte. Das Schreiben zeigt viele übereinstimmende sehr fragwürdige Formulierungen zu nachstehendem Verein DFMS auf.  Auch hier gilt: Wir raten zu größter Vorsicht. Einmal erteilte Mandate sind IMMER mit Kosten verbunden. Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte.

WARNUNG! Neue Aktion des DFMS (Deutscher Finanzmarktschutz e.V.) zur Mandatswerbung in Sachen Prosavus AG für eine Jenaer Anwaltskanzlei. Wir berichteten bereits am 15.06.2017 im Mitgliederbereich über die fragwürdigen Methoden und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Gera gegen diese Kanzlei. Wir raten zu größter Vorsicht. Einmal erteilte Mandate sind IMMER mit Kosten verbunden. Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte.

Mahnbescheide und Zahlungserinnungen der Kanzleien „Müller Seidel Vos“ und „Gründig“.

Lesen Sie die wichtigen Informationen und Termine hierzu im Mitgliederbereich und unter „Future Business KGaA“.

Sie sind Anleger oder Gläubiger der Infinus-Gruppe?

→ dann brauchen wir Sie!

→ und Sie uns!

Schließen Sie sich uns schnellstmöglich an und lassen Sie unsere Interessen gezielt und effektiv vereinen bzw. bündeln! Unser Verein wird die Interessen der Anleger und Gläubiger der Infinus-Gruppe Dresden wesentlich besser und wirkungsvoller vertreten, als es die vielen „Interessengemeinschaften“ tun, die von Anwaltskanzleien nur zur Mandantengewinnung gegründet wurden.
Was bieten wir ihnen ?
Der Zweck des Vereins wird verwirklicht insbesondere durch die Durchführung und Förderung folgender Maßnahmen:

Informationsbeschaffung für die Mitglieder über spezielle aktuelle Themen um die Infinus-Gruppe, Erarbeiten konkret möglicher Handlungsempfehlungen für die Mitglieder, Unterstützung der Mitglieder bei der Anmeldung ihrer Forderungen, Unterstützung der Mitglieder bei der Geltendmachung und Durchsetzung Ihrer Forderungen,   Vertretung der Mitglieder in Gläubigerausschüssen, Vermittlung von Kontakten zu Fachanwälten zu Sonderkonditionen, Informationsaustausch mit Behörden, Vereinen und Gruppen gleicher Zielsetzung.

Dabei weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass WIR ein freiwilliger Zusammenschluß von Menschen sind, die durch die Vorgänge rund um die Infinus-Gruppe die gleichen Interessen haben, nämlich den Verlust von Kapital so gering wie möglich zu halten.  Die Initiative hierzu ging von Gläubigern aus. Hier erhalten Sie ab dem 06.03.2014 laufend weitere Infomationen zu den Vorgängen rund um die Infinus-Gruppe.